Dialekt: Was ist eigentlich ein Sumsar?

Wissen Sie, was Ihnen bevorsteht, wenn Ihnen jemand einen Hatschar ankündigt? Oder ob Sie sich beleidigt oder geschmeichelt fühlen sollen, wenn Sie „Sumsar“ genannt werden? Sollten Sie diese Frage mit „Ja“ beantworten, sind Sie wahrscheinlich ein waschechter Ötztaler oder eine waschechte Ötztalerin.

"Verstehsch?" - Vertstehst?

  • Hatschar – langer Fußmarsch
  • Sumsar –  Langeweiler
  • Foamle – leichter Schneefall
  • Furmenta – Murmeltier
  • Lenar – Berghang
  • Marende – Jause, Brotzeit
  • roasen – reisen
  • Schmoaß – Glück
  • lötz – schlecht
  • kuglat – rund
  • eärlach – wahr
  • Gstelle – Körperbau
  • fuxn – etwas will nicht funktionieren
  • pletschedern – plaudern

Seit mehr als 900 Jahren wird der Ötztaler Dialekt von Generation zu Generation weitergegeben. In seiner langen Geschichte hat das Ötztalerische dabei die verschiedensten Wandlungen durchgemacht. Dialektbezeichnungen für Dinge, die es heute aufgrund der technischen Weiterentwicklung nicht mehr gibt, sind in Vergessenheit geraten. Dafür kommen immer wieder neue Gebrauchswörter dazu. Ein Dialekt ist immerhin stets im Fluss und wird von seinen Benutzern über die Jahrhunderte hinweg lebendig gehalten.

Sautens im Ötztal Sommergäste in Gries im Ötztal

Das weiß auch die UNESCO, daher begründet sie ihre Entscheidung zum Schutz der Ötztaler Mundart folgendermaßen: „Der Ötztaler Dialekt stellt das stärkste und am meisten prägende Element der lokalen Identität der Bevölkerung des Ötztales dar. Mehr noch als Tracht oder Volksmusik fungiert der Dialekt als primäres Identifikationssymbol der Ötztalerinnen und Ötztaler.”

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